Eröffnung der Wasserstoffzentrale in Bozen Süd: viel geredet, aber die Kritikpunkten bleiben unangetastet

6 Giu

1. mit den 9 Millionen Euro für die H2-Busse hätte man ca. 40 Erdgasbusse kaufen können. Nein, es müssen H2-Busse sein und so sind in der Busflotte von Sasa ca. 25 Dieselbusse, die vor dem Jahr 2000 angekauft wurden! Kompliment!

2. die Kosten der Errichtung dieser Anlage sind weiterhin nicht vollständig erklärt worden, weder wurde mitgeteilt, in welcher Höhe die jährliche Wartungs– und Betriebskosten der H2-Zentrale sich belaufen werden, ganz zu schweigen wie viel der IIT jährlich kostet…

3. Trotz der Medienberichte, gibt es bis heute keine H2-Fahrzeuge auf dem Markt, vielleicht werden ein paar Modelle in den nächsten Jahre kommen, völlig offen sind die Preise dieser Autos. Wenn schon heute Otto-Normalverbraucher die Aufpreise von Erdgasautos nicht zahlen will, da will ich sehen, ob die sicherlich saftigen Aufpreise für H2-Autos bezahlt werden.

4. Man spricht von 525.000 Liter Benzin bzw. 440.000 Liter Diesel, die man ersetzen kann. Schön, aber wann und mit welchen Fahrzeugen?

5. Die Brennerautobahn baut neben der H2-Zentrale eine große H2-Tankstelle für sage und schreibe 800.000 Euro aber dann ist die Realisierung des seit Jahren beschlossenen Erdgastankstellennetzes auf der A22 fast völlig noch auf dem Papier mit vielen Grüßen an die vielen Erdgasautofahrer, die auf diese EGT seit 2007 warten!!

6. die von Dr. Huber angekündigten Kosten von 12/13 Euro pro 100 Km sind, aus heutiger Sicht, nicht konkurrenzfähig: ein auf Erdgas umgerüstetes ähnlichen Hyundai ix35 mit 2 Liter Motor würde pro 100 Km Kosten von ca. 5,3 Euro pro 100 Km verzeichnen. Als mit H2 unterwegs zu sein kostet also ca. 120%-130% mehr als mit Erdgas! Selbstverständlich macht das IIT immer Vergleiche mit Benzin- und Dieselautos, aber nie mit Erdgasautos! Und wenn man Erdgasautos mit Bioerdgas betankt, ist der CO2-Ausstoss fast auf Null, wie H2- oder EV-Autos.

7. ich finde die Kommunikation und P.R.-Arbeit in einem Projekt von ca. 30 Millionen Euro (Zentrale + Busse) regelrecht katastrophal: spärliche Infos, lange Perioden mit Funkstille, keine Miteinbeziehung der Bevölkerung. Also alles “ipse dixit” und nur schweigen wenn Fragen bzw. man sich kritisch zum Projekt geäußert hat.

8. Will man eine Pressekonferenz einberufen und auf diese Fragen ENDLICH antworten?

Von Bioerdgas und synthetischen Erdgas kann man beim IIT nichts anfangen. Schade nur das Länder wie Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen, die in der Vergangenheit sich für H2 eingesetzt haben, heute für das öffentliche und private Verkehrt verstärkt auf Bioerdgas setzen. Hat jemand diese ganze Entwicklung verschlafen?

Ach ja, man will sich von den fossilen Treibstoffen unabhängig machen. Und was machen Land, STA, Sad und Sasa: ca. 100 Dieselbusse ankaufen! Super, könnte mir das irgendwie rationell erklären?

Beiseite, ich hatte mich am 19. Mai für die Eröffnung angemeldet. Am 4. Juni (!) wurde mir aber die Teilnahme seitens des IIT verweigert. Das sagt schon alles über IIT, A22 und Land & Co.: Kritik ist unerwünscht. Transparenz à la Südtirol.

Screenshot aus dem Beitrag der Tagesschau von Rai Südtirol vom 5. Juni 2014

Screenshot aus dem Beitrag der Tagesschau von Rai Südtirol vom 5. Juni 2014, 20 Uhr.

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